Die
Medienoligarchie
hat mehr
Interessen
als den schöden Mammon und spielt bei
Heuristiken
mit unseren
Gefühlen.
Die Hauptkonsumentengruppen,
Represser
und
Sensetiser,
werden dazu unterschiedlich gesteuert. Ein anderer Aspekt ist, dass man bei den medialen
Entscheidern
von charakterlosen
Werbeflächen-Vermarktern
sprechen kann.
Um ein neues Thema aufzugreifen brauchen Medien Grenzen, Organisation, Ansprechpartner, Attraktionen und charismatische Persönlichkeiten.
Ganz davon abgesehen, dass die
meissten
Nachrichten vom deutschen Nachrichtenbeschaffer dpa, wahlweise auch von AP, AFP, Reuters und ddp,
übernommen
werden, liegt private deutsche Presse
konzentriert
in
wenigenHänden.
Laut
Studie
des
BLM
liegt das Fernsehen bei der
Meinungsbildung
mit 40%, vor Tageszeitungen mit 25%, vor Internet und Radio, sowie Zeitschriften, was sich aber schnell
ändern
kann.
beRTeLsmann
ist, neben dem
Staatsfernsehen
(mit ARD, Dritte,
ZDF
- die Entscheider wurden dort vorselktiert durch
Partei-Freundeskreise
- immerhin mit einen
Marktanteil
von 36% + "Bildungsprogramme") und
Pro7Sat1,
auch im Fernsehgeschäft ein führender Meinungsbildner. In Zukunft arbeiten
Bertelsmann
und Pro7
zusammen.
So sind herkömmliche Medienkanäle
einseitig
verstopft, eine
unabhängige
Presse ist weitgehend unbekannt.
Während private Mediennternehmen zb. Kinofilme pushen, propagieren Staatssender zeitnah neue Gesetzesvorgaben der Regierung und begleitende Maßnahmen.
Die Deutungshoheit der Polit-Elite scheint gesichert, solange man so tut, als wäre die Meinung der Redaktion gleich der Meinung der Bevölkerung.
Die Schlüssellochfunktion der Nachrichtensendungen
zeigt
eine politisch-korrekte
Interessenwirklichkeit,
die aus Kritik an äußeren und inneren Feinden, Besprechung von
Katastrophen
und persönlichen Schicksalschlägen, sowie aus Hofberichterstattung der Heldentaten unserer Führer besteht. Dann gibt es noch die Talkshows, in denen Politiker nicht auf Fragen antworten. Die restliche Fernsehwelt schließt sich diesem Trend, massiv eingewoben in,
oberflächlich
gesehen, politisch unrelevante Unterhaltung, an, ohne die
schlimme
Lage der Nation zu thematisieren. Öffentliche Systemkritik dringt
nicht
zu inneren Zusammenhängen vor. Einzig, kritische Analyse bieten wenige Satiresendungen als Leuchturmprojekte, spät abends.
Der normale Mediennutzer braucht Informationen, um sich anzupassen.
In statischen, hierarchischen Systemen braucht man eigentlich keine freie Presse oder Allgemeinbildung, da man keine Möglichkeiten hat, eine Änderung herbeizuführen. Von Nachrichten ohne Handlungsfreiheit bleibt nur Unterhaltung und Eitelkeit.
Für aktive Änderungen sind solche Nach-richten unbrauchbar, da sie erst verbreitet werden, wenn Tatsachen geschaffen wurden.
Als Beispiel direktdemokraischer Nachrichtengestaltung, mit Wertungen der Nutzer, kann man die englischsprachige Seite
digg
heranziehen, die durch den Umgang mit der Veröffentlichung von Code, zum Knacken des Kopierschutzes von HD DVDs und Blu-Ray-Discs, in die
Schlagzeilen
geriet. Einen deutsches Pendant könnte
Webnews
werden. Einen anderen Ansatz verfolgt der Antigeheimdienst
wikileaks
(derzeit nur unter
213.251.145.96
und
wikileaks.ch
zu erreichen, wahlweise den Nachfolger
openleaks
oder ohne finanzielle Interessen
cryptome)
eine regimekritische und anonyme Nachrichtenseite, welche auch schon dem
BND
und der US-Führung zum Irak-Krieg auf den Magen geschlagen ist.
Es gibt auch noch
Informationen
über Blogs, Spezialseiten, per
Hacks4Democracy.
George Clooney hat die Satellitenüberwachung
Satellite Sentinel Project
ins Leben gerufen und schafft dem Referendum in Sudan, als Anti-Genozid-Paparazzi, Öffentlichkeit.
Viel Aufsehen erregte die Abstimmung um die Nutzungsbestimmungen von
Facebook,
welche trotz verfehltem Quorums (0,3 statt 30%) angenommen wurde.
Democracy Now!
bietet neben Nachrichten auch Videos, die man als
Podcast
abbonieren kann. Eigene
Pressemitteilungen
lassen sich kostenlos verbreiten. Für reinen unsichtbaren Datenaustausch gibt es
I2P,
VPN-Provider
und
Tor.
Meldungen zusammengestellt von
mehr Demokratie! Österreich,
ein
News Reader
von euro|topics,
eine ins Deutsche übersetzte
europäische Presseschau
von euro|topics,
sowie englischprachige Nachrichten vom schweizer
C2D.
Onlineausgaben von deutschen
Zeitungen
lassen sich wiederum von Nutzern kommentieren.
Mehr Angebot gibt es bei den
Blogs
und den
Statistiken.
Newsletter zum Thema gibts bei
Mehr Demokratie
und
Omnibus.
In Englisch gibt es einen Newsletter zur Europapolitik von
ERC
zu bestellen.
Der
Bundestag
gibt Informationen über getagte Ausschüsse und getroffene Entscheidungen, etc. raus. Sinnvoll wäre es, vor der Entscheidung über die Sitzungen informiert zu sein. Gleiches gilt für das
Europäische Parlament.
Mitte 2005
ist ein Buch zu den
Chancen direkter Demokratie
in Deutschland und der Welt erschienen und kann auch kostenfrei als pdf runtergeladen werden.
Jos Verhulst and Arjen Nijeboer haben endlich ihr (open-source-)Buch
Direkte Demokratie
mit Fakten, Argumenten und Erfahrungen ins Deutsche übersetzt.
MD veröffentlicht ein
Grundlagenheft.
Mehr direkte Demokratie wagen
kostet schon 35 €. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat ein (leider vergriffenes)
Heft
aufgelegt, das aber als pdf heruntergeladen werden kann.
Online kann man hier ein Kapitel aus dem Buch "Die kollektive Intelligenz" über
Echtzeit-Demokratie
von Pierre Lévy lesen oder das Buch
Die Neugestaltung der Gesellschaft
von Murray Bookchin.
Das ERC
produzierte
eine Videoreihe zum Thema EU-Verfassung und seine Abstimmung in Irland.
Radio Störfunk
sucht freie Redakteure, die zum Thema Volksentscheid, etc. etwas veröffentlichen wollen.
Okto.tv veröffentlichte eine Sendereihe über
¿demokratie?,
produziert von mehr demokratie! Österreich.
AGITART
arbeitete an einem
Trickfilm
für direkte Demokratie. Die einzelnen Schritte und das Fortkommen des Projektes konnten online verfolgt werden. Mitmachen war erwünscht.
Ein anderes Stück,
Die totale Demokratie für NIKS!
präsentiert Helmeloh's Notizblog.
Demokratie
versprühen
war ein beispielgebendes Projekt im
Juni 2009,
organisiert vom Ministerium für Stasiunterlagen.
Eine neue
EU-Hymne
hat diebandbreite vorgestellt.
Das Orchester für Direkte Demokratie und Zwischentöne bauen eine neue
Klagemauer.
Die deutsche Welle preist Schlichtung als
Akt der Integration
an.
DReWASH plant ein
Filmprojekt.
Eine DVD (3 GByte) zur Schweizer direkten Demokratie kann man sich auch
online
anschauen. Will man sie sich kostenfrei bestellen, geht man auf die Eingangsseite der
IRI Europe.
Ein
Werbefilm
(auch in schwacher
Auflösung)
zum Thema Demokratie + Entscheidungen.
*
Mehr Videos gibt es z.B. in
englisch.
Gregor Gysi unterbreitet seine
Idee
von 5 Volksentscheiden zur Bundestagswahl.
Auf
Phoenix
wird über die Direktwahl des Bundespräsidenten und später (Teil 3/5) über Einführung von dD gestritten.
Kontraste fragt: Ist der Bürger zu
dumm?
Ganz anders die
Stimmung
bei Stuttgart 21.
Filmtips
WORLD VOTE NOW
Kurzfilm zu weltweiten Abstimmungen
Idiocracy
Satire unter der Annahme, gesellschaftlicher Fortschritt sei genetisch bedingt
yes-men
Aufruf zu Aktionskunst für mehr Gerechtigkeit
8th Wonderland
Low Budget Film zur Errichtung eines virtuellen Staates
Food Inc.
Doku über die Herkunft der Nahrungsmittel - Genetik und copyright, nicht Dioxonskandale
Free Rainer
nimmt das Quotenfernsehen aufs Korn
Yes Minister,
Yes Premierminister
ist die bremsende Beamtenantwort auf neue Besen