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Regional, Deutschland und seine Bundesländer



Vergleich Fazit Verfassung
Mecklenburg-Vorpommern Berlin Brandenburg Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Hamburg Bremen Niedersachsen Thüringen Bayern Baden-Württemberg Hessen Rheinland-Pfalz Saarland Nordrhein-Westfalen deutsche Bundesländer
Baden-Württemberg Bremen Niedersachsen Sachsen
Bayern Hamburg Nordrhein-Westfalen Sachsen-Anhalt
Berlin Hessen Rheinland-Pfalz Schleswig-Holstein
Brandenburg Mecklenburg-Vorpommern Saarland Thüringen



Baden-Württemberg


Geschichte

Badener und Württemberger haben, bei dem, von den Alliierten 1951 innitiierten, Volksentscheid über den Zusammenschluß votiert. Baden-Württemberg kennt seit seiner Gründung 1952 Entscheidungen, wie Bürgerbegehren und Bürgerentscheid. Hier war die CDU, entgegen der SPD und FDP die treibende Kraft. 1971 sollte der Landtag per Volksbegehren aufgelöst werden, scheiterte aber an mangelnder Beteiligung. Erst 1974 wurde auf Landesebene das Recht, auf Bestätigung entschiedener Gesetze, eingeführt, blieb aber ungenutzt.
Weiterhin besteht die Möglichkeit zu kumulieren (gewichten) und panaschieren (ergänzen) der Wahllisten, sowie die Bürgermeister-Direktwahl. Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Volksbanken und Raiffeisenbanken im genossenschaftlichen FinanzVerbund.


Land


Art Ziel Hürden Ausschluß
Volksinitiative Behandlung im Parlament, Anhörung 10.000 Unterschriften, Zulässigkeitsprüfung, Zustimmung des Abgeordnetenhauses Finanzen und Personalentscheidungen
Zulassungsantrag Volksbegehren 0,1% Haushalt, Abgaben, Besoldung
Volksbegehren Volksentscheid 16,6% innerhalb 14 Tage im Amt Haushalt, Abgaben, Besoldung
Volksentscheid Gesetzesänderung 1/3 Zustimmung (Verfassung 50%) Haushalt, Abgaben, Besoldung

Für ein obligatorisches Referendum(Ausschlüsse wie gehabt) muß

  1. ein Gesetzesvorschlag gescheitert sein
  2. nach Art. 60.3 1/3 der Parlamentarier einem Volksentscheid zustimmen
  3. 1/3 (Verfassung 50%) der Wahlberechtigten zustimmen


dagegen die pauschale Legitimierung der Regierung in %
Wahltag | Wahlbeteiligung | Regierung pro Wahlberechtigte
27.03.11 66,2 %             30,9 %


Gemeinden


Art Ziel Hürden Ausschluß
Bürgerbegehren Gesetzesänderung, Bürgerentscheid 5-10% Unterschriften in 6 Wochen, freie Sammlung Katalog zulässiger Themen
Bürgerentscheid Gesetzesänderung 25% Zustimmung, unzureichende Informationnen, Briefwahl Bebauungspläne, Ordnungsangelegenheiten und Personalentscheidungen, dringendes Gesamtinteresse


Planfeststellungsverfahren
  • Planungsunterlagen an die Anhörungbehörde
  • 6 Wochen Zeit für Einwände
  • Erörterungstermin für Einwände
  • Planfeststellungsbehörde entscheidet Planfeststellungsbeschluß
  • Klage

Lieblingsthemen sind Mieten, Krankenhausplanung und Verkehr. Bereits 2007 gab es ein, wegen angeblicher Formfehler abgelehntes, Bürgerbegehren gegen Stuttgart 21.

Ausblick

Es ist vorerst nicht anzunehmen, dass die Negativliste verschwinden wird und die Quoren gesenkt werden. Einen Anstoß hierzu hatte 2004 die CDU (aus ursprünglich parteipolitischen Erwägungen) in ihrer Mitgliederbefragung gegeben. Doch vorerst wurde 2005 nur die Abstimmungshürde bei landesweiten Volksentscheiden leicht gesenkt. Das Zustimmungsquorunm verhindert demokratische Enscheidungen. Der Innenminister sieht das so. Schweizer Initiatoren haben 05/2010 Baden-Würtemberg ein großzügiges Angebot zum Anschluß an die Schweiz gemacht, welches erstmal vom Bundesrat abgelehnt wird.

Zu Stuttgart 21 fällt eine Besonderheit der Landesverfassung ins Auge:
Der Landtag ist ferner aufgelöst, wenn die Auflösung von einem Sechstel der Wahlberechtigten verlangt wird und bei einer binnen sechs Wochen vorzunehmenden Volksabstimmung die Mehrheit der Stimmberechtigten diesem Verlangen beitritt.
Die Grünen haben jetzt das Problem, dass eine Volksabstimmung ergebnisoffen sein kann. Zudem ist eine einfache Fragestellung - Sind Sie für oder gegen Stuttgart 21? - nicht möglich. Mehr Demokratie empfiehlt, statt einer grundsätzlichen Änderung der Gesetze mit Senkung oder Abschaffung von Quoren, eine einmalige (un)verbindliche Volksbefragung.
Stuttgart 21 Lösungsvorschlag: Der Bahnhof wird gebaut. Im Gegenzug werden die Hürden für Volksabstimmungen im Ländle drastisch reduziert. Deal.